Krebs - Eine Krankheit chronifiziert sich und stellt die Gesellschaft vor neue Herausforderungen

Nachricht vom
18.03.2009

Heute stirbt man selten unmittelbar an Krebs – dafür leidet man länger daran. Krebserkrankungen verlaufen heute zunehmend langwierig und chronisch. Durch die moderne Medizin ist Krebs gut behandelbar. Damit ist aber die soziale Situation der Patienten nicht automatisch gesichert.

Der Patient leidet an den sozialen Folgen der Krankheit, wie Jobverlust, familiäre Probleme, Unsicherheit über die weitere Lebensplanung. Diese soziale Belastung durch die Krankheit kann schlimmer sein als die Krankheit selbst. Genau hier klafft eine Lücke in der Patientenbetreuung. Die Gesellschaft hat noch nicht gelernt Krebskranke wirklich zu akzeptieren. „Wir haben festgestellt, dass trotz verbesserter Therapiemöglichkeiten qualifizierte Fachkräfte für die Beratung, Begleitung und Nachsorge von Krebspatienten und deren Angehörigen fehlen“ sagt Frau Univ.-Prof. Dr. Ursula Froster, Vorstandsvorsitzende der Sächsischen Krebsgesellschaft.

Vor allem ausgebildete Fachkräfte mit psychosozialer Kompetenz, die Hilfestellungen für Patienten mit Krebserkrankung und deren Angehörige anbieten können, stehen nicht ausreichend zur Verfügung. Diesem Mangel soll ein Weiterbildungsangebot der Leipziger INSTAG GmbH abhelfen.

Ab dem 1. April können arbeitsuchende Akademikerinnen in einer bisher einmaligen einjährigen Weiterbildungsqualifizierung spezielle psycho-sozio-onkologische Kompetenz erwerben. „Wir wollen die Fähigkeit vermitteln, Patienten bei der Bewältigung ihrer Tumorerkrankung professionell zu unterstützen“ sagt Dr. med. Armin Baumgartner, Frauenarzt und Prokurist der INSTAG GmbH. Das Programm vermittelt neben Grundlagenwissen auch spezifische Kenntnisse psychosozialer und psychoonkologischer Intervention, Gesprächs- und Beratungskompetenz und Wissen über Rehabilitations- und Nachsorge-Massnahmen. Ein mehrmonatiges Praktikum ergänzt den Fachunterricht.

Die Weiterbildung wird durch den Europäischen Sozialfond (ESF) und den Freistaat Sachsen voll gefördert. Den Teilnehmerinnen entstehen keine Kosten. Zwanzig Akademikerinnen können, so Projektkoordinator Marcus Herzberg, an dieser Qualifikation teilnehmen, wobei auch ein späterer Einstieg möglich ist. Voraussetzung zur Aufnahme in das Programm ist ein abgeschlossenes Hochschulstudium. Der Wohnort der Teilnehmerinnen muss in Sachsen liegen und sie müssen arbeitssuchend gemeldet sein.

Weitere Informationen erhalten Sie von Herrn Marcus Herzberg, Telefon 0341 / 308 952 55, E-Mail: sekretariat@instag-bildung.de

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